Großraumtrieb- und Beiwagen: Unterschied zwischen den Versionen
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===Wagenbau=== | ===Wagenbau=== | ||
Der | Der Wagenbau der Großraumwagen beruhte weiterhin, wie auch bei den Prototypen, auf der bewährten selbsttragenden Stahlleichtbauweise. Abgesehen von dieser bekannten Bauform war die Front ein Augenmerk des Großraumwagens, denn diese wurde sehr ansprechend, wie auch der Rest des Wagens, gestaltet. Die ganze Front ist sehr rund geformt und wurde, je nach Typ, nach oben hin weiter ins Wageninnere geneigt. Hierbei befand sich die äußerliche Zielanzeige über der Fahrerscheibe und die Linienanzeige direkt darüber, welche in das Dach des Wagens integriert wurde. Ansonsten weißt der Großraumwagen auf ein durchgehendes Design auf, welches auch durch die Türen einheitlich bleibt. Außerdem war der Wagenkasten so gestaltet, dass die Wünsche des Kunden hinsichtlich der Türanordnung jederzeit beachtet werden kann. | ||
====Abgesenkte Plattformen==== | ====Abgesenkte Plattformen==== | ||
Die ersten beiden, 1955 ausgelieferten, Bielefelder Beiwagen bekamen an der dritten Tür der Beiwagen eine abgesenkte Plattform. Dies hatte den Hintergrund, dass die Zeit die die Fahrgäste zum überwinden der drei Einstiegsstufen brauchten, zu hoch und es auch einfacher für Geherschwerten Menschen war, wenn man die dritte Stufe ein wenig in das Wageninnere verlegt. Allerdings wurde der Bauliche Aufwand dadurch höher und somit schließlich auch teurer. | Die ersten beiden, 1955 ausgelieferten, Bielefelder Beiwagen bekamen an der dritten Tür der Beiwagen eine abgesenkte Plattform. Dies hatte den Hintergrund, dass die Zeit die die Fahrgäste zum überwinden der drei Einstiegsstufen brauchten, zu hoch und es auch einfacher für Geherschwerten Menschen war, wenn man die dritte Stufe ein wenig in das Wageninnere verlegt. Allerdings wurde der Bauliche Aufwand dadurch höher und somit schließlich auch teurer. | ||
===Innenausstattung=== | ===Innenausstattung=== | ||
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==Ehemaliger Fahrzeugbestand== | ==Ehemaliger Fahrzeugbestand== | ||
===Großraumtriebwagen (Tw) 1955=== | ===Großraumtriebwagen (Tw) 1955=== | ||
Wegen eines veralteten Wagenparks in Bielefeld bestellte man sich 1954 vier Großraumtrieb- und zwei Beiwagen bei der DÜWAG in Düsseldorf. Diese Triebwagen mit den Wagennummern 301-304 wurden 1955 ausgeliefert und kamen mit den beiden Beiwagen 401-402 regelmäßig in den Linienbetrieb. Allerdings wurde schon bald, Anfang der 1960er Jahre, entschieden, dass man die Großraumtriebwagen 301-304 in Großraumbeiwagen umbaut und diese hinter den [[Gelenktriebwagen]] einsetzte. | |||
===Großraumbeiwagen (Bw) | {{#ask: [[Kategorie:Großraumtriebwagen]] [[Nummer::<304]] | ||
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===Großraumbeiwagen (Bw) 1954=== | |||
Aufgrund eines veralteten Wagenparks Mitte der 1950er Jahre, kam man 1954 zu der Entscheidung bei den Bielefelder Stadtwerken vier Großraumtriebwagen und zwei Großraumbeiwagen bei der DÜWAG in Düsseldorf zu bestellen. Die zwei Beiwagen, mit den Wagennummern 401 und 402, wurden noch im selben Jahr geliefert. Ab Mai 1956 begann dann der reguläre Linienbetrieb mit Großraumtrieb- und Beiwagen zusammen, relativ früh allerdings kamen die Beiwagen auch hinter neuen sechsachsigen [[Gelenktriebwagen]] zum Einsatz. Im Jahre 1968 erhielten alle Großraumbeiwagen und [[Gelenktriebwagen]] neue Wagennummern, Beiwagen 401 und 402 hießen nun also [[Bw 781]] und [[Bw 782]]. 1981 wurde [[Bw 781]] und 1985 [[Bw 782]] verschrottet. | |||
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===Großraumbeiwagen (Bw) 1961/62=== | ===Großraumbeiwagen (Bw) 1961/62=== | ||
Um die veralteten zweiachsigen Beiwagen in Bielefeld zu ersetzen, bestellten die Stadtwerke Bielefeld im Jahr 1960 weitere zehn Großraumbeiwagen bei der DÜWAG. Diese hatte speziell für den Einsatz hinter [[Gelenktriebwagen]] neue Beiwagen entwickelt, die einen kürzeren Bug besaßen. Somit war die Baugleichheit der Trieb- und Beiwagen beendet. Außerdem wurde im Innenraum auf eine abgesenkte Plattform verzichtet. Die ersten sechs Wagen, Bw 403-408, kamen 1961 in den Betrieb. Die letzten vier, Bw 413-416 folgten 1962. Im Jahre 1968 erhielten alle Beiwagen eine neue Wagennummer, diese waren nun bekannt als [[Bw 783]] bis [[Bw 788]] und [[Bw 793]] bis [[Bw 796]]. Ende der 1970er zeigten sich die Beiwagen auch in dem markanten Bielefelder orange-weißem Farbkleid. [[Bw 793]] bis [[Bw 796]] kamen letztendlich 1982 an die Oberrheinische Eisenbahn Gesellschaft (OEG) und [[Bw 783]] bis [[Bw 788]] kamen 1987 an die HEAG, die einen kurzfristigen Ersatz für ihre zweiachsigen Beiwagen suchte. | |||
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===Umbauten Triebwagen (Tw) in Beiwagen (Bw)=== | ===Umbauten Triebwagen (Tw) in Beiwagen (Bw)=== | ||
Im Jahr 1962 wurden die vier vorhandenen Großraumtriebwagen in Großraumbeiwagen umgebaut, da die Gelenktriebwagen eine gute Ablösung für die Großraumtriebwagen darstellten. Ein Merkmal dieser umgebauten Wagen waren die großen Stirnscheiben, dort wo damals ein Fahrerstand war. | Im Jahr 1962 wurden die vier vorhandenen Großraumtriebwagen [[Tw 301]] bis [[Tw 304]] in Großraumbeiwagen umgebaut, da die [[Gelenktriebwagen]] eine gute Ablösung für die Großraumtriebwagen darstellten. Diese umgebauten Beiwagen wurde die Wagennummern 409 bis 412 zugewiesen. Ein Merkmal dieser umgebauten Wagen waren die großen Stirnscheiben, dort wo damals ein Fahrerstand war. 1968 bekamen auch diese Beiwagen neue Wagennummern, nun hießen sie [[Bw 789]] bis [[Bw 792]]. Zwei dieser Beiwagen (790 und 791) wurden nach Darmstadt verkauft, wogegen die anderen zwei (789 und 792) verschrottet wurden. | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
"Straßenbahn-Großraumwagen, Drei- und Vierachser aus westdeutscher Produktion" (Klaus Meschede, Axel Reuther, Josef Schöber 2017, EK-Verlag GmbH, ISBN 978-3-8446-6850-6) | "Straßenbahn-Großraumwagen, Drei- und Vierachser aus westdeutscher Produktion" (Klaus Meschede, Axel Reuther, Josef Schöber 2017, EK-Verlag GmbH, ISBN 978-3-8446-6850-6) | ||
[[Kategorie:Fahrzeugtyp]] | |||